Landesbischof: Besuch bei islamischer Gemeinde Penzberg

Landesbischof Johannes Friedrich

Bild: BR

Der Strippenzieher lächelt zufrieden

„Wir sind dabei“: Imam Idriz regt interreligiösen Rat für Bayern an, und der evangelische Landesbischof Friedrich sagt spontan zu

Von Andre Liebe

Penzberg (la) – Die Protestanten sind nicht umsonst der Reformation entsprungen. Schließlich haben sie nicht nur ihren Luther intus, sondern auch ein etwas unkomplizierteres Verhältnis zu Frauen in der Kirche, als dies den Katholiken innewohnt. Fast könnte man deshalb sagen, dass sich Johannes Friedrich, der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Bayern, fast wie zu Hause gefühlt hat, als er am Montag die Islamische Gemeinde besuchte. Bayram Yerli, das Oberhaupt dieser Gemeinde, musste sich hingegen vorkommen wie der Kanzlergatte Joachim Sauer, der bestenfalls aus der zweiten Reihe hervor lugt. Yerli aber nahm es gelassen, als Gönül, seine Frau, den Bischof durch das Haus führte und ihm darbrachte, was die Penzberger Muslime zu einer so begehrten Adresse für Vertreter aller möglichen Parteien, Institutionen und auch der Kirche mache.

So sehr war Gönül Yerli in Fahrt, dass Imam Benjamin Idriz zwar den Beamer bei der Bilderschau bedienen durfte, ansonsten aber stumm vor sich hinlächelte, als wollte er sagen, dass das alles dummes Zeug sein, wenn immer behauptet wird, dass der Islam seine Frauen unterm Kopftuch und hinter der Burka verstecke. Der Bischof verstand die Botschaft wohl, was schon daran zu erkennen war, dass auch er – meist zufrieden – in sich hinein strahlte, ehe er letztlich einem beachtlichen Aufgebot an Pressemenschen einen bedeutsamen Satz in Block und Mikrophone diktierte: „Wir brauchen solche Islamische Gemeinden wie die hier in Penzberg und wir brauchen Personen wie Idriz, damit es mit der Integration vorangeht. Wie sonst soll denn Integration funktionieren?“

Da war man nach all dem netten Geplänkel über die Rolle von Mann und Frau in Islam und Christentum mitten im Thema angelangt: der Erwähnung der Islamischen Gemeinde im bayerischen Verfassungsschutzbericht und die etwas undurchsichtige Rolle von Innenminister Joachim Herrmann, der nur drei Tage vor dem Besuch des Landesbischofs in Penzberg einen Einigungstermin mit Imam Idriz platzen ließ. Dass Idriz und Hermann nach Lage der Dinge jetzt am 18. August erstmals Auge in Auge gegenüber sitzen werden, ist zwar gemäß der offiziellen Lesart einer Intervention von Ministerpräsident Horst Seehofer geschuldet. Doch Friedrichs Gesicht umspielte hier ein feines Lächeln, ehe er anmerkte: „Das habe ich nicht wenig beeinflusst.“ Der Landesbischof als Strippenzieher, das scheint eine Rolle zu seien, in der sich der Gottesmann wohl fühlt, weil er hinterher, im kleinen Kreis, auch preisgibt, dass er es gewesen sei, der den Penzberger Imam mit dem katholischen Erzbischof Reinhard Marx bekannt gemacht habe, was Marx prompt eine Einladung nach Penzberg eingebracht hat, von der man aber nicht weiß, ob und wann sie angenommen wird.

„Wir Christen stehen an der Seite der Muslime“

Dass sich die Katholiken – zumindest in den höheren Ebenen – immer noch etwas zögerlich sind, wenn es um Kontakte mit dem Islam geht, wollte Friedrich nicht verhehlen. Umso erfreulicher sei es, dass in Penzberg auch die Katholiken eine enge Zusammenarbeit mit den Muslimen pflegten, was Pfarrer Josef Kirchensteiner zwar mit unbewegter Miene hörte, ihn aber dennoch umso mehr gefreut haben dürfte. Was den Bischof so für die Penzberger Muslime einnimmt, ist, dass hier ein „höchst positives Bild von einem gastfreundlichen, dialogbereiten und zugleich frommen Islams vermittelt wird, der die Menschenrechte bejaht“. Unter diesem Aspekt hatte Friedrich, der von sich sagte, in regelmäßigem Kontakt mit dem Innenminister zu stehen, der Landesbischof hatte also keine Angst zu bekunden, „dass es mir sehr leid tut, wenn ausgerechnet die Penzberger Muslime immer wieder im Verfassungsschutzbericht auftauchen“. Im gleichen Maße verteidigte Friedrich die Islamische Gemeinde gegen offensichtliche Verunglimpfungen von christlichen Organisationen wie Pax Europa. „Wir müssen als Christen an der Seite der Penzberger Muslime stehen, wenn sie verächtlich gemacht und wenn falsche Behauptungen aufgestellt werden.“

Die unrühmliche Rolle, die vor allem Pax Europa hier spielt, hatte zuvor auch Imam Idriz scharf kritisiert: „Hier wird Volksverhetzung betrieben, aber es erfolgt keine Erwähnung im Verfassungsschutzbericht.“ Dabei seien die Behörden, so Idriz, doch gefordert, „jene Bestrebungen zu beobachten, die gegen das friedliche Zusammenleben der Menschen gerichtet sind“. Der Verfassungsschutz wie auch das Verwaltungsgericht München, das die erste Klage der Penzberger Muslime abgewiesen hat, müssten, so Idriz, „früher oder später zur Kenntnis nehmen, dass sich unsere Gemeinde in beispielhafter Weise für die Völkerverständigung einsetzt“. Und weil sich auch Idriz mittlerweile auf wohl gesetzte Akzente versteht, streut er, der islamische Schriftgelehrte, nun ein Bibelzitat ein. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, sagt der Imam, und nach einer kleinen Pause fügt er hinzu: „Die Früchte unserer Arbeit sind bekannt.“

Doch Idriz, der intellektuelle Kopf der Islamischen Gemeinde, der fünf Sprachen fließend spricht, geht sogar noch einen Schritt weiter und wohl vorbereitet in die Offensive. Er regte für Bayern die Gründung eines interreligiösen Rates an, „in dem gemeinsame Positionen zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen erörtert werden sollen“. Der Landesbischof wird davon völlig unvorbereitet getroffen. Einen winzigen Moment blickt er fragend in die Runde seiner Entourage, die offenbar mehr weiß als ihr Chef und die ihm stumm nickend freie Bahn signalisiert. Nach einer kurzen Pause hat Johannes Friedrich seine Fassung wieder gefunden und sagt: „Ich finde, dass wir das machen sollten. Wir sind dabei.“ Allerdings sei es hierfür erforderlich, „dass man auch noch andere mit ins Boot holt“. Ginge es nach dem Penzberger Pfarrer Kirchensteiner, würde die katholische Kirche schon achtern sitzen. Denn wie der evangelische Landesbischof ist auch er der Auffassung, dass ein vorurteilsfreier Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften der Schlüssel zu einer funktionierenden Integration sei.

Landesbischof Friedrich, der Strippenzieher, hat also eine neue Aufgabe. Er muss jetzt neben dem Innenministerium auch noch die katholische Kirche davon überzeugen, dass in Penzberg nicht der Teufel am Werk ist, sondern dass es „wichtig“ ist, mit Muslimen wie Idriz oder den Yerlis in Kontakt zu treten, „wenn wir in Deutschland ein friedliches Zusammenleben haben wollen“. Da war es dann Gönül Yerli, die angesichts der klaren Worte der Männer nichts mehr sagte und nur noch zufrieden lächelte.

Quelle: www.dasgelbeblatt.de


Fürsprecher beim Innenminister

Von Wolfgang Schörner

Penzberg – Der bislang ranghöchste bayerische Kirchenvertreter hat gestern die Penzberger Moschee besucht: der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Er sprach den Muslimen Mut zu.

„Wenn wir auf Dauer friedlich zusammenleben wollen, muss es solche Kontakte geben“, sagte der Theologe am Nachmittag. Dies wolle er mit seinem Besuch deutlich machen.Einen konkreten Vorschlag hatte dazu der Penzberger Imam Benjamin Idriz parat: Er regte einen „interreligiösen Rat für Bayern“ an. „Eine gute Idee“, so der evangelische Landesbischof. „Wir sind dazu bereit.“

Der Landesbischof versicherte zudem, er werde Innenminister Joachim Hermann über seine Eindrücke berichten. Gesprochen habe er auch schon mit Ministerpräsident Horst Seehofer. Dieser hatte, wie berichtet, der islamischen Gemeinde vor sieben Wochen ein Gespräch mit Innenminister Hermann in Aussicht gestellt. Laut Imam Idriz kam es bis heute nicht zustande. „Wir wünschen, dass es endlich stattfindet“, sagte Idriz.

Landesbischof Friedrich attestierte der islamischen Gemeinde, „Teil der Bürgergemeinschaft in Penzberg“ sein zu wollen. Deutlich wandte er sich gegen Hetze, die die Penzberger Muslime in jüngster Zeit immer wieder trifft: „Wir müssen als Christen an Ihrer Seite stehen, wenn Sie verächtlich gemacht und wenn falsche Behauptungen aufgestellt werden.“ Leid tue es ihm, dass ausgerechnet die islamische Gemeinde Penzberg im bayerischen Verfassungsschutzbericht genannt werde. Dies, sagte Friedrich, könne er nicht verstehen.
Imam Idriz hatte zuvor erklärt, es gebe „starke Kräfte“, die den Dialog verhindern wollten: „In letzter Zeit gab es massive Agitation gegen uns, es wird versucht, das Klima zu vergiften.“ Er forderte in diesem Zusammenhang den Verfassungsschutz auf, Organisationen wie „Pax Europa“ zu beobachten. Zugleich sagte Imam Idriz, der Verfassungsschutz und die Gerichte müssten zur Kenntnis nehmen, dass sich die islamische Gemeinde Penzberg beispielhaft für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einsetze. Er warnte davor, dass sich Resignation breit mache. Es dürfe nicht sein, dass ein verfassungskonformer Islam unerwünscht sei. „Jeder Tag des Streits verschlimmert die Folgen für uns alle.“

Als eine sehr gute Initiative bezeichnete Friedrich das geplante „Zentrum für Europa in München“ (ZIEM), das eine Imam-Ausbildung beinhaltet. Es sei wichtig, sagte er, „dass es Imame gibt, die Deutsch sprechen und viel von Deutschland verstehen.“


Vorstoß für “Interreligiösen Rat”

Von Marlene Weiss 

Süddeutsche Zeitung In Penzberg regen Muslime und Protestanten einen bayernweiten Dialog zwischen Religionsgemeinschaften an

Penzberg – Muslime und Protestanten haben einen bayernweiten Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften vorgeschlagen. Bei einem Besuch in der islamischen Gemeinde Penzberg am Montag regten der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich und der Penzberger Imam Benjamin Idriz die Gründung eines „Interreligiösen Rates“ für Bayern an. Dem Gremium sollten Repräsentanten aller Religionen angehören, sagte Idriz.

Idriz hatte den „Interreligiösen Rat für Bayern“ in seiner Rede zum Besuch des Landesbischofs vorgeschlagen. In dem Rat sollten sich Repräsentanten der Religionsgemeinschaften gemeinsame Positionen zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen formulieren. „Für den Landesbischof kam der Vorschlag überraschend“, sagte Idriz. Aber der schloss sich umgehend an: „Wir brauchen einen vorurteilsfreien Kontakt und einen Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften“, sagte er.

Andernorts existieren derartige Gremien bereits: In Bosnien und Herzegowina zum Beispiel besteht seit 1997 der Interreligiöse Rat (MRV) von Katholiken, Serbisch-Orthodoxen, Muslimen und Juden, in der Schweiz gibt es die Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft
Iras). Idriz sieht diese Institutionen als Beispiele der Versöhnung und des Dialogs. Wenn der Rat sich bayernweit etabliert habe, könne er auf Bundesebene erweitert werden.

Die Landesvertretung der jüdischen Gemeinden nahm den Vorschlag eher skeptisch auf. „Grundsätzlich bin ich für interreligiöse Gespräche offen, und prinzipiell halte ich es für richtig, auch die muslimische Gemeinde einzubinden“, sagte Josef Schuster, Präsident des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Das Problem, das Schuster sieht: In Deutschland sprechen die Muslime nicht mit einer Stimme, auch in Bayern fehlt eine gemeinsame Vertretung. „Es gibt in Bayern viele muslimische Gemeinden, mit denen ich mir einen Dialog gut vorstellen kann, aber auch solche, bei denen ich mir das schlecht vorstellen kann, weil sie sich nicht klar von extremistischen Gruppierungen abgrenzen“, sagte Schuster. Bevor man sich auf Landesebene treffe, müssten sich die muslimischen Gemeinden vom Fundamentalismus distanzieren und einen Sprecher ernennen.

Vertreter der anderen Religionsgemeinschaften dagegen begrüßten die Penzberger Initiative. „Die katholische Kirche steht dem Dialog positiv und offen gegenüber“, sagte Christoph Kappes von der Pressestelle des Erzbistums München und Freising. Das Ökumene-Referat pflege ohnehin den Kontakt mit allen Religionen, und ein offizieller interreligiöser Rat könne für gute Nachbarschaft sorgen und Vorurteile abbauen.

Auch Erzpriester Apostolos Malamoussis, Sprecher der orthodoxen Kirchen in Bayern, unterstützt die Idee: „Ich schätze Imam Idriz und bin dafür“, sagte er. „Jede Initiative, die das harmonische Miteinanderleben fördert, ist schön.“

Der Streit um Idriz und sein Projekt eines Islamischen Zentrums in München ist derweil noch immer nicht beigelegt. Zwar gilt die Gemeinde des umtriebigen Imams vielen als Vorzeigemodell der Integration von Muslimen, aber der Verfassungsschutzbericht wirft Idriz Kontakte zur „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ vor, und das Verwaltungsgericht bestätigte im Mai den Eintrag. Politiker wie der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude nehmen Idriz in Schutz, doch Innenminister Joachim Herrmann blieb bislang hart. Das Urteil in zweiter Instanz steht noch aus. Ein Gespräch zwischen Herrmann und Idriz ist geplant.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 07.11.2010


Imam und Landesbischof für interreligiösen Rat in Bayern

Penzberg – Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich und der Imam der islamischen Gemeinde Penzberg, Benjamin Idriz, sprechen sich für einen „interreligiösen Rat” für Bayern aus.

Imam Idriz erklärte, eine Institutionalisierung des interreligiösen Dialogs könne religiösem Extremismus entgegenwirken. Wenn ein interreligiöser Rat in Bayern gegründet werde, müssten Repräsentanten aller Religionen daran teilnehmen. „Wir sind bereit, diesen Prozess zu unterstützen”, sagte Idriz.

Als sehr gute Idee bezeichnete der bayerische Landesbischof Friedrich, der am Montag die Penzberger Moschee besuchte, einen interreligiösen Rat. „Wir brauchen einen vorurteilsfreien Kontakt und einen Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften und Konfessionen“, sagte er.

Die islamische Gemeinde von Penzberg vermittle ein „höchst positives Bild eines gastfreundlichen, dialogischen und zugleich frommen Islams, der Menschenrechte bejaht“, so Friedrich. Ein Beispiel dafür sei die Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden der Nachbarschaft.

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/imam-landesbischof-interreligioesen-bayern-830885.html


Der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich stärkt der islamischen Gemeinde in Penzberg den Rücken.

Er könne „die negative Einstellung des Verfassungsschutzes“ nicht verstehen, sagte er am Montagnachmittag bei einem Besuch in der Penzberger Moschee. Die evangelische Kirche sei an Kontakten mit islamischen Gemeinden wie Penzberg interessiert, betonte der Theologe, der sich von Vizedirektorin Gönül Yerli und Imam Benjamin Idriz die Moschee zeigen ließ. Deutlich stellte er sich auch gegen Hetze gegen die Gemeinde: „Wir müssen als Christen an Ihrer Seite stehen, wenn sie verächtlich gemacht werden.“ Das ZIEM-Projekt in München, zu dem eine Imam-Ausbildung gehört, begrüßt der Landesbischof: „Es ist wichtig, dass es Imame gibt, die deutsch sprechen und viel von Deutschand verstehen.“ Imam Idriz appellierte im Beisein des Landesbischofs an den Innenminister, zu einem konstruktiven Gespräch zusammenzukommen. Vor sieben Wochen war der islamischen Gemeinde von Ministerpräsident Seehofer ein Zusammentreffen mit Innenminister Hermann in Aussicht gestellt worden.

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/landesbischof-staerkt-islamischen-gemeinde-penzberg-ruecken-830120.html?cmp=defrss


Bischof und Imam regen “Interreligiösen Rat” in Bayern an

(epd) Penzberg (epd). Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich und der Imam der islamischen Gemeinde Penzberg, Benjamin Idriz, haben sich für die Gründung eines “Interreligiösen Rates” für Bayern ausgesprochen. 

“Wir brauchen einen vorurteilsfreien Kontakt und einen Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften und Konfessionen”, sagte Bischof Friedrich am Montag nach einem Besuch der Moschee im oberbayerischen Penzberg. Die islamische Gemeinde von Penzberg vermittle ein “höchst positives Bild eines gastfreundlichen, dialogischen und zugleich frommen Islams, der Menschenrechte bejaht”, so Friedrich. Ein Beispiel dafür sei die Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden der Nachbarschaft.

Imam Idriz erklärte, eine Institutionalisierung des interreligiösen Dialogs könne religiösem Extremismus “auf allen Seiten entgegenwirken”. Wenn ein Interreligiöser Rat in Bayern gegründet werde, müssten Repräsentanten aller Religionen daran teilnehmen. Nur so könnten gemeinsame Positionen erarbeitet werden.

Quelle: http://www.epd.de/nachrichten/nachrichten_index_77196.html


Bayrischer Rundfunk

Bei seinem ersten Besuch der Moschee in Penzberg distanzierte sich der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich von den vergangenen drei bayerischen Verfassungsschutzberichten. “Es tut mir sehr leid, dass ausgerechnet ihre Gemeinde immer wieder im Verfassungsschutzbericht benannt wird“, erklärte Friedrich in seiner Ansprache. Zwar sei es nicht seine Aufgabe, den Verfassungsschutz zu kritisieren, “aber wir brauchen Gemeinden wie Sie, damit Integration vorangeht.”

Friedrich will interreligiösen Rat

Der evangelische Landesbischof zeigte sich aufgeschlossen für den neuen Vorschlag des Penzberger Imams Benjamin Idriz. Der forderte in seiner Rede einen interreligiösen Rat in Bayern. Repräsentanten aller wichtigen Glaubensrichtungen sollen darin zusammen arbeiten, um dem interreligiösen Dialog in Bayern eine gemeinsame Stimme zu verschaffen. “Ich finde das eine gute Idee und dass wir das machen sollten”, sagte Landesbischof Friedrich in einer ersten Reaktion. Die Gemeinde in Penzberg ist eine von 2.500 islamischen Gemeinden in Deutschland.

Vorzeigegemeinde in Penzberg

Vielen gilt die Gemeinde in Penzberg als Vorzeigemodell wegen ihrer gelungenen Integrationspolitik: Muslime aus zwölf Nationen leben dort gemeinsam ihre Religion. Die Gemeinde ist bekannt für ihre Offenheit. Trotzdem wird die islamische Glaubensgemeinschaft seit drei Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Vorwurf bezieht sich auf angebliche Kontakte zur islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, die der Verfassungsschutz für verfassungsfeindlich hält. Gegen diesen Verdacht wehren sich die Penzberger Muslime vor Gericht.

Quelle: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/friedrich-landesbischof-penzberg-ID1278275809607.xml


“Wir brauchen Menschen, die sich auf echten muslimisch-christlichen Dialog einlassen”

Landesbischof Johannes Friedrich

“Wir brauchen ganz dringend Menschen wie Sie,  die sich auf einen echten muslimisch-christlichen Dialog einlassen und mit uns gemeinsam die gesellschaftliche Verantwortung der Religionen und ihrer Gemeinden bejahen”, sagte Friedrich an Imam Benjamin Idriz gewandt.Friedrich bedauerte, dass ausgerechnet die Penzberger Islamische Gemeinde schon mehrfach im bayerischen Verfassungsschutzbericht genannt worden sei. “Wir brauchen Gemeinden und Personen wie Sie, damit Integration vorangeht. Und wie anders soll es gehen, also so, wie Sie es machen?” fragte der Landesbischof.

Im Mittelpunkt der dreistündigen Visite stand eine Führung durch die Moschee und die Gemeinderäume durch Gönül Yerli, der Vize-Direktorin des Islamischen Zentrums, sowie Gespräche mit Imam Benjamin Idriz und
weiteren Mitgliedern des Vorstands der Islamischen Gemeinde Penzberg. Den Besuch des Landesbischofs begleiteten  neben Oberkirchenrat Michael Martin auch der Penzberger Bürgermeister Hans Mummert, der katholische Ortspfarrer Josef Kirchensteiner und der evangelische Pfarrer Klaus Pfaller.

Quelle: http://www.bayern-evangelisch.de/www/informiert/wir-brauchen-menschen-die-sich-auf-echten-muslimisch-christlichen-dialog-einlassen.php


Bischof und Imam für Gründung eines “Interreligiösen Rates”

Offizieller Besuch von Landesbischof Friedrich in Penzberger Moschee

Bischof und Imam für Gründung eines "Interreligiösen Rates"

Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich und der Imam der islamischen Gemeinde Penzberg, Benjamin Idriz, haben sich für die Gründung eines “Interreligiösen Rates” für Bayern ausgesprochen. “Wir brauchen einen vorurteilsfreien Kontakt und einen Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften und Konfessionen”, sagte Bischof Friedrich am Montag nach einem offiziellen Besuch der Moschee im oberbayerischen Penzberg.

Die islamische Gemeinde von Penzberg vermittle ein “höchst positives Bild eines gastfreundlichen, dialogischen und zugleich frommen Islams, der Menschenrechte bejaht”, so Friedrich. Ein Beispiel dafür sei die Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden der Nachbarschaft. “Wir brauchen Gesprächspartner wie Sie, die sich auf einen echten muslimisch-christlichen Dialog einlassen und mit uns gemeinsam die gesellschaftliche Verantwortung der Religionen und ihrer Gemeinden bejahen”, fügte er hinzu.

Imam Idriz erklärte, eine Institutionalisierung des interreligiösen Dialogs könne religiösem Extremismus “auf allen Seiten entgegenwirken”. Wenn ein Interreligiöser Rat in Bayern gegründet werde, müssten Repräsentanten aller Religionen daran teilnehmen. Nur so könnten gemeinsame Positionen erarbeitet werden. “Wir sind bereit, diesen Prozess zu unterstützen”, betonte Idriz.

Die Islamische Gemeinde Penzberg e.V. besteht seit 1994. Das Islamische Forum mit Moschee und Gemeinderäumen von Architekt Alan Jarasevic wurde 2005 eröffnet und mehrfach ausgezeichnet. Wie die Vize-Direktorin des Islamischen Forums der Gemeinde, Bayram Yerli, erläuterte, sei es Konzept der Gemeinde, die Transparenz des Gebäudes durch die blauen Glasfronten auch nach außen zu tragen. Die Freitagspredigt werde in fünf Sprachen gehalten und es gebe zahlreiche Veranstaltungen wie Gemeindefeste oder interreligiöse Gesprächsrunden.

http://www.epv.de/node/6229


Landesbischof zur Islamischen Gemeinde Penzberg

Epd: Eine globale Frage ist auch das Verhältnis der Christen zum Islam.

Dr. Friedrich: Die Kirche darf nicht einen der beiden Pole verstärken: Entweder sich so stark auf den Islam zuzubewegen, dass die Unterschiede verwischen, oder in jedem Muslim einen Islamisten zu sehen. Die ganz große Mehrheit der Muslime in Deutschland hat nichts am Hut mit dem Islamismus. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, dass ein hier lebender Muslim friedfertig ist. Die Vorgänge um den Imam in Penzberg fand ich sehr erschreckend, als Leute, die sich als Christen bezeichnen, plötzlich Hetzflugblätter verbreiteten. Eine differenzierte Sichtweise bringt die EKD-Denkschrift „Klarheit und gute Nachbarschaft“, die ich für sehr richtig halte. Sie darf aber nicht instrumentalisiert werden, um Islamophobie zu schüren.

Das gesamte Interview finden Sie unter dem Link:
http://www.bayern-evangelisch.de/www/informiert/mittelblock_interview-LB-epd_Okt07.php


….Bis zum Aufbau einer islamisch-theologischen Fakultät seien die Pläne der Islamischen Gemeinde Penzberg, in München ein Zentrum für Islam in Europa zu errichten, das erste Schritte für eine solche Ausbildung gehen könne, aller Unterstützung wert, betonte Friedrich

http://www.bayern-evangelisch.de/www/informiert/pressemitteilung-vom-12-februar-2010.php


Landesbischof Friedrich

Einen Blick in das evangelische Kirchenblatt „Blick“ warf Landesbischof Friedrich (li.), bei seinem gestrigen Besuch in der Penzberger Moschee. In dem Blatt werben Imam Idriz und die Pfarrer Josef Kirchensteiner und Klaus Pfaller (v. re.) gemeinsam für Toleranz und Dialog. Foto: wos


Rede von Penzberger Imam Benjamin Idriz

aus Anlass des Besuchs von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich
dem islamischen Forum Penzberg am 05.07.2010

 
 „Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat – lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein! – Willkommen, der im Namen Gottes kommt!“ (Psalm 118, 24.26)

Herr Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Sie kommen heute als höchstrangiger Repräsentant einer christlichen Kirche in Bayern zu uns. 

Wie es diese Worte ausdrücken, die ich mir erlaubt habe, aus dem 118. Psalm zu zitieren, ist das für unsere Gemeinde ein Anlass zu sehr großer Freude. Ebenso ist Ihr Besuch für uns eine Ehre und: er ist ein Zeichen. Ein Zeichen, das wir wohl verstehen und von dem wir hoffen, dass es auch andere verstehen werden. 

Mit Ihrer Kirche in Bayern verbindet uns eine gute Beziehung. Ich darf an dieser Stelle auch Oberkirchenrat Herrn Martin begrüßen und ganz besonders dem Beauftragten für den interreligiösen Dialog Herrn Dr. Oechslen für sein Wirken unseren Dank aussprechen.  

Niemand wird den evangelischen Kirchen vorwerfen können, sie seien blind gegenüber den Herausforderungen, die der Dialog zwischen Muslimen und Christen mit sich bringt, sie würden dazu neigen, Unterschiede zu verwischen oder echte Probleme verharmlosen. Umso klarer sehen wir das Verständnis und die Unterstützung, die unsere Gemeinde von Seiten der Landeskirche gerade vor dem Hintergrund dessen, was wir seit einiger Zeit erleben müssen, erfahren hat und erfährt, das Eintreten für Gerechtigkeit über die Konfessionen und Religionen hinweg, die Offenheit gegenüber dem Anderen, als ein Vorbild, an dem auch wir uns orientieren wollen. 

Sehr geehrter Herr Landesbischof,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Zukunft Deutschlands wird maßgeblich von Religionen geprägt sein, und von ihrem Verhältnis zueinander. Deshalb halte ich zwei Schritte für dringend erforderlich:

1. Eine religiöse Aufklärung innerhalb des Islam.
Dafür sind Initiativen und Institutionen wie das „Zentrum für Islam in Europa – München“, ZIE-M, wünschenswert und notwendig.

2. Eine Institutionalisierung des interreligiösen Dialogs.
Ein kontinuierlicher interreligiöser Dialog kann Extremismus und Ausgrenzung auf allen Seiten entgegenwirken, und kann verhindern, dass Ausgrenzung und Diskreditierung von Seiten politischer Kräfte ausgeht. 

Ich möchte heute anregen, einen „Interreligiösen Rat für Bayern“ zu schaffen, in dem sich Repräsentanten der Religionsgemeinschaften zu einem beständigen Austausch vernetzen und gemeinsame Positionen zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen formulieren. 

Wir sind als Islamische Gemeinde Penzberg (IGP) und als Zentrum für Islam in Europa – München (ZIE-M) bereit, einen solchen Prozess zu unterstützen. 

Wir wissen und erleben schmerzhaft, dass es starke Kräfte gibt, die solche Prozesse des Miteinanders durch ein Gegeneinander ersetzen und Ausgrenzung anstelle von Gerechtigkeit setzen wollen. 

Islamfeindliche Gruppierungen, die ihre extremistischen Bestrebungen hinter dem Deckmantel einer scheinbar berechtigten „Islamkritik“ verbergen, haben in letzter Zeit massiv und offensiv gegen unsere Gemeinde agitiert und versuchen von außen, das positive gesellschaftliche Klima in Penzberg, das als Ergebnis vieler Jahre gemeinsamer harter Arbeit entstehen konnte, zu vergiften. 

Die notwendige gesellschaftspolitische Debatte im Kontext des alltäglichen Rassismus gegenüber Muslimen ist bisher nicht in  Gang gekommen. Vorurteile und Stereotype, die auch unter dem Deckmantel der Islamkritik bemüht und kultiviert werden, bereiten immer mehr den Boden für Hass und Ausgrenzung, die nicht in der Mitte der Gesellschaft ankommen dürfen. 

Hier sind insbesondere auch die Behörden gefragt, deren Aufgabe es ist, Zitat:“Bestrebungen im Geltungsbereich des Grundgesetzes, die gegen den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere gegen das friedliche Zusammenleben der Völker gerichtet sind”, zu beobachten (Art.3 Satz 4 Bayerische Verfassungsschutzgesetz) – also die Verfassungsschutzämter. 

So wie es unter Muslimen Extremisten gibt, bedauerliche und abscheuliche Verirrungen und Ideologien, die nicht aufhören, das reine Antlitz unseres Glaubens zu verdunkeln, ist doch ebenfalls sehr beunruhigend und auffällig, dass offen Islam- und integrationsfeindliche Gruppierungen wie z.B. „Politically Incorrect“ oder die so genannte „Bürgerbewegung Pax Europa“, mit ihrer volksverhetzenden Hasspropaganda bisher keinerlei Erwähnung im Verfassungsschutzbericht gefunden haben! 

Auch das Gericht und der Verfassungsschutz müssen früher oder später zur Kenntnis nehmen, dass die Islamische Gemeinde Penzberg in ihrer langjährigen Tätigkeit sich geradefür „die freiheitlich demokratische Grundordnung und für Völkerverständigung“ in beispielhafter Weise nicht nur ausgesprochen sondern auch eingesetzt hat und zu keiner Zeit irgendwelche „Bestrebungen oder Tätigkeiten“ gegen diese Werte von unserer Gemeinde oder von meiner Person ausgegangen sind. 

Wir haben keinen Streit und keine gerichtlichen Auseinandersetzungen gesucht, sondern das Gespräch über das Unrecht, das nicht von uns ausgegangen ist. 

Leider hat die erstinstanzliche Entscheidung nichts von dem berücksichtigt, was wir in mühevoller Arbeit wieder und wieder an ganz eindeutigen Gegenbeweisen zusammengetragen haben.  

„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“, wenn ich mir noch einmal erlauben darf, aus der Heiligen Bibel zu zitieren (Matthäusevangelium 7, 16). 

Die Früchte unserer Arbeit sind offen und bekannt, sie werden als eindrucksvoll und völlig unzweifelhaft gewürdigt. 

Die Früchte des gegen uns gerichteten Vorgehens sind unter anderem, dass sich auch unter denjenigen Muslimen, die lange Zeit auf Integration, Kooperation und konstruktives Miteinander gesetzt haben, Resignation breit macht sowie die düstere Überzeugung, dass auch ein verfassungskonformer Islam hier nicht erwünscht sei. 

Es wurde und wird weiterhin sehr effektiv einer dramatischen Spaltung der Gesellschaft, mit verheerenden Folgen für uns alle, Vorschub geleistet. Das darf so nicht weitergehen! 
Jeder Tag, der vergeht, ohne dass dieser Streit, der nur den Extremisten verschiedener Couleur nützt, beigelegt wird, verschlimmert die Folgen für uns alle. 

Wir sind deshalb bereit zu Kompromiss und Dialog. 

Ministerpräsident Seehofer hat uns vor 7 Wochen mitteilen lassen, dass der Herr Innenminister gerne zu einem Gespräch mit uns bereit ist. 
Wir wünschen nichts anderes, als dass ein solches, konstruktives Gespräch jetzt endlichstattfindet. 

Ihnen, verehrter Herr Landesbischof, der Sie immer wieder den konstruktiven Weg beschreiten und dafür werben, danken wir für Ihre Deutlichkeit, für Ihren Einsatz, für Ihren Besuch!


Rede von Landesbischof Dr. Friedrich

Anrede…

(Ehepaar Idriz, Ehepaar Yerli, Bürgermeister Mummert, beide Ortspfarrer, Presse)

Wir befinden uns hier in einer mehrfach ausgezeichneten Moschee.

So hat etwa der Architekt dieser Moschee Alan Jasarevic für dieses Gebäude breite Anerkennung und verschiedene Preise empfangen.

Wir sehen ja, wie mutig hier das Konzept der „offenen Moschee“ auch architektonisch verfolgt wird und wie gut sich dieses Haus in die Umgebung einfügt.

Aber nicht nur der Architekt der Moschee, auch die Gemeinde selbst, und damit vor allem Sie, verehrte Frau Yerli und Sie, verehrter Herr Idriz, sind ausgezeichnet worden –
zuletzt erst vor wenigen Tagen mit dem Inge-Gabert-Preis der Arbeiterwohlfahrt Oberbayern.
Ausgezeichnet wurde dabei speziell der „Arbeitskreis Integration“.

„Integration“ ist  in dieser Moschee das entscheidende Stichwort.

Die Gemeinde wollte von Anfang an Teil der Bürgergesellschaft sein, hier in dieser oberbayerischen Kleinstadt Penzberg, in der unter 16.000 Einwohnern Menschen aus 74 Nationen leben – und weit über Penzberg hinaus.

Die Gemeinde und ihre Verantwortlichen wollen, dass der Islam ein selbstverständlicher, eben „integrierter“, Teil der deutschen Gesellschaft wird. Deshalb die vielen Führungen durch die Moschee für ungezählte Besuchergruppen. Deshalb die Praxis, die Freitagspredigt immer wieder auch auf Deutsch zu halten. Deshalb die Entscheidung für eine verbandsfreie Moschee, die offen ist für Muslime aus den verschiedensten Nationalitäten und Sprachgruppen.

Sie vermitteln hier das Bild eines gastfreundlichen, dialogischen und zugleich frommen Islams, der Demokratie und Menschenrechte bejaht und in der Lage ist, seine Stimme einzubringen in die intellektuellen Debatten unseres Landes. 

Und nicht zuletzt: Sie vermitteln das Bild eines Islams, der bereit und in der Lage ist, mit den christlichen Gemeinden in seiner Nachbarschaft zusammenzuarbeiten und in einen positiven Austausch einzutreten.

Ich bin froh, dass Sie dieses Bild des Islams vermitteln.

Wir brauchen Gesprächspartner wie Sie, die sich auf einen echten muslimisch-christlichen Dialog einlassen, und mit uns gemeinsam die gesellschaftliche Verantwortung der Religionen und ihrer Gemeinden bejahen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass es Ihnen gelingen möge, auch diejenigen von der Reinheit Ihrer Motive zu überzeugen, die zurzeit noch daran zweifeln.

Und ich danke Ihnen sehr für die Gastfreundschaft, die Sie uns heute gewährt haben.