Glückwunsch

Imam Idriz beglückwünscht den neuen Papst Franziskus

Ein Konzil der Religionen 

In einem Offenen Brief, mit dem 38 islamische Gelehrte aus aller Welt Papst Emeritus Benedikt XVI. nach dessen als missglückt, ja anstößig empfundenen Regensburger Vorlesung zu einem Dialog der Religionen aufforderten, betonten sie, dass „das Verhältnis zwischen Christentum und Islam, den beiden größten Religionen der Welt und der Geschichte, zum wichtigsten Faktor wird, um zu echtem Frieden in der Welt beizutragen.“ Die Stimme des Papstes, so schrieben die islamischen Religionsführer, sei „die wohl einflussreichste Stimme, um dieses Verhältnis in Richtung gegenseitiger Verständigung voranzubringen.“ In unserer Zeit der immer rasanteren Globalisierungen dürfen nicht mehr die Differenzen und erst recht nicht die Konflikte der Vergangenheit das Verhältnis gläubiger Menschen verschiedener Religionen bestimmen; gerade die Repräsentanten der großen Religionen müssen von jetzt an Hand in Hand die Wege des Friedens, der Verständigung, der Achtung vor der Menschenwürde und vor spirituellen Werten beschreiten und entschlossen gemeinsam gegen Gewalt und Extremismus aller Art vorgehen, gegen Antisemitismus wie gegen Islamfeindlichkeit, gegen Christenverfolgung und alle Formen von Menschenhass. 

Papst Franziskus

Die katholische Kirche hat von je her ihren Blick auf die ganze Welt gerichtet, war also immer schon global orientiert. Und sie kennt große Konzilien, einflussreiche Versammlungen um in Zeiten des Umbruchs wegweisende Vorgaben zu treffen. Unsere Welt braucht ein Konzil der Religionen! Der neue Papst Franziskus kann gemeinsam mit anderen Religionsführern daran arbeiten. Johannes Paul II. hat dafür Grundlagen gelegt, und er war es, der als erster Papst der Geschichte Moscheen besucht hat. Es wäre ein wunderbares Zeichen, wenn es für künftige Päpste zu einer Selbstverständlichkeit werden würde, gleich nach dem Amtsantritt die Synagoge und die Moschee von Rom zu besuchen.

Dem neuen katholischen Oberhaupt Franziskus und seinem künftigen Wirken wünschen wir Kraft, Mut und vor allem Gottes Segen!

Imam Benjamin Idriz

Benjamin Idriz (40) ist Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg und Initiator des Zentrum für Islam in Europa – München (ZIE-M)


Bundespräsident Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

zu Ihrer Wahl in das höchste Amt unseres Landes möchte ich Sie auch im Namen meiner Gemeinde herzlich beglückwünschen!

Als Geistlichen freut es mich besonders, dass diese Position nun eine Persönlichkeit einnimmt, die selbst viele Jahre als Pastor gewirkt hat. Sie haben in Ihrem Werdegang und Wirken immer den hohen Wert der Freiheit herausgestellt und glaubwürdig vorgemacht, dass Religion und Freiheit keine Gegensätze sind, sondern dass Freiheit losgelöst von Halt und Substanz missverstanden wäre und dass Glaube nur echt sein kann, wenn er auf Freiheit beruht. Mich als Imam bewegen dieselben Gedanken. Ich habe sie, auf meine Religion bezogen, in einem Buch entfaltet, von dem ich daher die Hoffnung hege, dass es Ihr besonderes Interesse findet.

Das darin beschriebene Islamverständnis, das in meiner Gemeinde in Oberbayern seit vielen Jahren im tagtäglichen Leben umgesetzt wird, hat uns viel Aufmerksamkeit eingebracht, u.a. vom Evangelisch-Lutherischen Landesbischof, vom (jetzt ehem.) Landtagspräsidenten, von der Bundesjustizministerin, und einem sehr großen Unterstützerkreis in allen Schichten der Bevölkerung, aber leider auf der anderen Seite auch von islamfeindlichen Strömungen, deren rasante Ausbreitung uns große Sorgen bereitet.

Verehrter Herr Bundespräsident,

ich bin ein Teil dieses Landes und meine Religion ist es mit mir. Viele der vier Millionen Muslime in Deutschland sehen das ebenso. Von unserem Bundespräsidenten erhoffen wir uns – nein, erwarten wir – mutige Signale gegen Tendenzen, die die Gesellschaft in Deutschland nach Religionszugehörigkeit spalten und Gräben vertiefen anstatt sie zu überbrücken.

Für Ihre Amtszeit und für Sie als Person wünsche ich Ihnen Gottes Segen!

Imam Benjamin Idriz

Penzberg, 21.03.2012


Landesbischof Herr Bedford-Strohm

Landesbischof Herr Bedford-Strohm Sehr geehrter Herr Professor Bedford-Strohm,
 
zu Ihrer Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern möchten wir Sie sehr herzlich beglückwünschen! 

Wie Sie sicherlich wissen, verbinden uns mit dem amtierenden Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und ebenso mit dem Islam-Beauftragten der Landeskirche Dr. Rainer Oechslen sehr gute und enge Beziehungen. Wir sehen mit großer Freude dem vertrauensvollen Miteinander in der Zukunft entgegen. 

Ihre einfühlsamen Worte  im Interview mit der SZ (6.4.2011) haben vielen Muslimen gut getan. Sie machen uns Hoffnung, dass wir miteinander für eine plurale und demokratische Gesellschaft  einstehen werden, trotz auch der vorhandenen Gegenströmungen. 

Es würde uns sehr freuen, wenn wir Sie schon bald nach Ihrer Amtseinführung als Landesbischof in unserer Gemeinde in Penzberg begrüßen dürften. Gerne stehen wir Ihnen aber auch vorher schon jederzeit für ein informelles Kennenlernen zur Verfügung. 

Für Ihr künftiges Wirken wünschen wir Ihnen Offenheit, Kraft und vor allem Gottes Segen!


Imam Benjamin Idriz 


Landtagspräsidentin Stamm

Landtagspräsidentin Stamm Sehr geehrte Frau Präsidentin Stamm,

im Namen der Islamischen Gemeinde Penzberg möchte ich Ihnen sehr herzlich zu Ihrem neuen Amt als Präsidentin des Bayerischen Landtags gratulieren! 

Ich erinnere mich gut, wie Sie am 29. Mai in Vertretung von Alois Glück einen Abend zur 15-Jahr-Feier der Vereinigung “Journalisten helfen Journalisten” mit dem bosnischen Schriftsteller Dzevad Karahasan leiteten. Damals dachte ich mir: “Das wäre eine gute neue Landtagspräsidentin”. 

Es freut mich ganz besonders, dass erstmals eine Frau dieses hohe Amt in Bayern ausübt. Wir wünschen Ihnen dazu viel Glück und Erfolg, und Gottes Segen!

Wir wissen, dass für Sie als ehemalige Sozialministerin das gesellschaftliche Miteinander in Bayern immer vorrangig war und weiter sein wird. Es würde uns sehr freuen, wenn wir mit Ihnen über unser eigenes Engagement zu einer von vielen als beispiel- und vorbildhaft beurteilten Integration von Muslimen in unserem Land das Gespräch führen dürften. Das ganz besonders engagierte Interesse Ihres Amtsvorgängers Alois Glück in dieser Hinsicht hat uns tief beeindruckt und ermutigt. Es würde uns sehr ehren, wenn wir auch Sie einmal persönlich bei uns in Penzberg begrüßen dürften. 

Mit den besten Wünschen,

Imam Benjamin Idriz 


BAYERISCHER LANDTAG

BAYERISCHER LANDTAG PRÄSIDENTIN

Barbara Stamm

Sehr geehrter Herr Idriz,

besten Dank für Ihre Gratulation zu meiner Wahl zur Landtagspräsidentin und Ihre anerkennenden Worte, über die ich mich besonderes gefreut habe.

Ich weiß um die Verantwortung des mir übertragenen Amtes und werde mich mit meiner ganzen Schaffenskraft dafür einsetzen, dem hohen Maß an Vertrauen aus allen Reihen der Fraktionen gerecht zu werden.

Zu meiner vorrangigen  politischen Anliegen zähle ich die Förderung des Zusammenhaltes aller gesellschaftlicher Gruppen in unserer Bevölkerung, unabhängig von Herkunft und Religion. Es entspricht meiner festen Überzeugung, dass uns nur ein friedliches Miteinender, die gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme die Zukunftsaufgaben lösen lassen. Seitens des Staates können wir mit politischen Maßnahmen den Integrationsprozess unterstützen und fördern. Das ersetz aber nicht, dass es die Menschen sein müssen, die Brücken bauen und darüber gehen. Sie kenne ich als „Brückenbauer“ und bin tief beeindruckt, von dem was Sie in Penzberg mit Ihrer Gemeinde bewegen.

Ich bin sicher. Dass es auch in naher Zukunft Gelegenheit zur persönlichen Begegnung gibt und verbleibe

mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

Ihre Barbara Stamm


Ministerpräsident Seehofer

Ministerpräsident Seehofer Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Seehofer,

als Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg möchte ich Ihnen im Namen unserer Gemeinde, und auch ganz persönlich, sehr herzlich zu Ihrem neuen Amt als bayerischer Ministerpräsident gratulieren! 

Es ermutigt mich, dass mit Ihnen jemand an die Spitze unseres Landes gewählt wurde, der sich nicht zuletzt durch sein Engagement im sozialen Bereich ausgezeichnet hat. Eine gelingende und für alle Seiten förderliche Integrationsarbeit steht auch für mich und meine Gemeinde im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen.  
    
Als Bürger, als Mensch und auch als Geistlicher darf ich Ihnen für das neue Amt aufrichtige gute Wünsche, ein glückliches Wirken für Bayern, und ganz besonders Gottes Segen ans Herz legen. 

Mit freundlichen Grüßen,

Imam Benjamin Idriz 


BAYERISCHER LANDTAG

Der Bayerische Ministerpräsident

Horst Seehofer

Sehr geehrter Herr Imam,

Sie haben mir zu meiner Wahl zum Bayerischen Ministerpräsident gratulieren und mir für mein Amt Glück und Erfolg gewünscht. Dafür danke ich Ihnen herzlich.

Die Aufgaben in den kommenden Monaten und Jahren werden nicht leicht sein, aber ich gehe sie mit Gottvertrauen und Zuversicht an. Mein fester Wille ist, die Lebensgrundlagen der Menschen in Bayern zu sichern und sie dort, wo immer es möglich ist, zu verbessern.

Dabei erhoffe ich mir viel vom konstruktiven Dialog mit allen engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Ich freu mich, dass ich auf Ihre Sympathie und Unterstützung zählen darf!

Alles Gute auch für Sie!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Horst Seehofer