Zur Sendung „Zweifel an akademischen Titeln – Imam Idriz in Erklärungsnot - 

Sendung von Report- München am 31.01.12

Verschiedene Behauptungen der fraglichen Sendung sind falsch. Die Zielsetzung der Sendung ist insgesamt mehr als befremdlich.

Im Einzelnen:

1. Richtig ist, dass auf der Website von ZIE-M eine unpräzise und daher missverständliche Angabe zum Masterstudium von Benjamin Idriz an der Universität Al-Ouzai in Beirut, enthalten war. Es wurde der Eindruck erweckt, als hätte Idriz das Masterstudium bereits abgeschlossen, also auch die Magisterarbeit geschrieben. Als einer der Autoren der Sendung, Ahmed Senyurt am 23.01.12 auf dieses Thema verwies, wurde noch am selben Tag die Aussage zum Magisterstudium präzisiert.

2. In der Sendung wird behauptet, dass Benjamin Idriz sich nur für ein Masterstudium in Beirut eingeschrieben, aber nicht studiert habe. 

Richtig ist, dass Idriz zwischen 1998 und 2000 die 12 Fächer, die die Berechtigung zur Fertigung der Magisterarbeit auslösen, komplett mit Erfolg abgeschlossen hat.

Beweis: Beiliegende Bestätigung der Al-Ouzai Universität Beirut vom 01.02.2012 in arabischer Originalsprache sowie in deutscher Übersetzung eines vereidigten Dolmetschers der arabischen Sprache.


Bestätigung Ouzai Uni..pdf




Die Bestätigung widerlegt die Behauptungen von Report München!

Beigefügt wird weiter die Bestätigung der Universität vom heutigen Tag, dass sich Benjamin Idriz in den Jahren 2011 und 2012 in dem „Stadium 2“ der Masterausbildung befindet, das aus vier Seminaren und der Magisterarbeit besteht.


Die vier wissenschaftlichen Arbeiten mit je 30 bis 60 Seiten Umfang hat Idriz bereits abgeliefert.

Es fehlt die Magisterarbeit, die baldmöglichst geschrieben werden wird. Da Idriz jedoch den Mastergrad für nichts benötigt schon gar nicht für die Erfüllung seiner Aufgabe als Imam oder Publizist, sondern diesen lediglich für sich persönlich anstrebt, gehen dem natürlich viele Arbeiten vor z.B. die Befassung mit dem unsäglichen Beitrag von „Report“.

3. Zum Fernstudium an der Europäischen Fakultät für Islamische Studien in (IESH) Château Chinon/Frankreich, 1994-1998 

Es gab zur damaligen Zeit in Mittel- und Westeuropa keine andere theologische Ausbildungsstätte als die in Château Chinon, über die er seine theologische Grundausbildung an dem Gymnasium in Syrien hätte vertiefen können. Die Bachelor-Ausbildung in Château Chinon (IESH) ist eine wissenschaftliche Ausbildung, die keinen ideologischen Einfluss von außenstehenden Kreisen erkennen ließ. Das Diplom mag in einigen Ländern nicht anerkannt sein, aber wohl in allen islamischen Ländern.

Auch promoviert ein Absolvent von IESH (Die Abteilung in England) gegenwärtig in Bonn, ein anderer in London. Dort gibt es offensichtlich das Problem nicht, das „Report“ umtreibt. 

4. Zur Frage des von Herrn Senyurt angestrebten Interviews mit Herrn Idriz am 27. Januar 2012.

Senyurt hatte das Interview unter der Überschrift angekündigt „Politischer Islam in Deutschland und in Europa“.

Hier die Anfrage von Report-München und unsere Antworten:


Anfrage Report-München.pdf

Idriz sah sich durch diese Überschrift in einen Zusammenhang gebracht, der geradezu konträr zu seinem Wirken seit vielen Jahren steht. Er setzt sich ja seit langer Zeit für einen unabhängigen und zeitgemäßen Islam ein, der eben gerade nicht von irgendwelchen Strömungen oder Bewegungen gesteuert oder auch nur beeinflusst wird. Deshalb lehnte er ein Interview ab.

Der Mitautor des Beitrags Ahmed Senyurt wurde von RA Braun gefragt, ob er überhaupt das zentrale Werk von Idriz gelesen hätte, in dem dieser seine theologisch begründete Botschaft des europäischen Islam erläutert, nämlich das Buch „Grüß Gott Herr Imam“. Senyurt erklärte, daß er es nicht gelesen, sondern nur oberflächlich mal hinein geschaut hätte.

Dies ist auch der Vorwurf, den Idriz an die Autoren des Beitrags richtet. Sie versuchen, die Glaubwürdigkeit von Idriz anzugreifen und ihn gar in die Nähe von Islamisten zu zerren. Die „monatelangen Recherchen“ im Libanon, in Paris und in Penzberg knüpfen an – obendrein noch falsche –im wesentlichen irrelevante Dinge.

Jeder der Idriz kennt und sein Wirken in den vergangenen 17 Jahren verfolgt hat, weiß, daß dieser tendenziöse Bericht mit seriösem Journalismus wenig zu tun hat.

5. Dass Senyurt am 27.1.2012 seinen Gastgebern in Penzberg erklärte, daß in Kürze jedenfalls nicht mit einem Beitrag im Report zu rechnen sei, passt leider in das miserable Bild.

6. Es bleibt die Frage, wer die „monatelangen Recherchen“ im Libanon und Paris finanziert hat. Kann es wirklich sein, daß das öffentlich rechtliche Fernsehen für die Herstellung eines solchen Films auch noch erhebliche Beträge aufwendet?

7. Eventuelle Fragen wollen Sie bitte an Imam Benjamin Idriz oder RA Hildebrecht Braun richten.

T.: 089–543 440 66 oder 0172–256 2255
T.: 08856-932332

oder unter rabraun1@googlemail.com

oder unter idrizbenjamin@gmx.de

 
Islamische Gemeinde Penzberg e.V.

Penzberg 1.2.2012